
Warum richtig gelagertes Brennholz entscheidend für Heizwert & Umwelt ist
Knisterndes Kaminfeuer, wohlige Wärme und gleichzeitig Heizkosten sparen – das gelingt nur mit richtig vorbereitetem Holz.
Brennholz lagern & trocknen ist der Schlüssel für einen hohen Heizwert und eine saubere Verbrennung.
Frisch geschlagenes Holz enthält bis zu 60 % Wasser. Wird es direkt im Kamin verheizt, verbrennt es ineffizient, rußt stark und schadet sogar deinem Ofen.
Die Lösung: korrekt getrocknetes Feuerholz mit weniger als 20 % Restfeuchte.
In diesem Ratgeber erfährst du:
- warum die richtige Lagerung so entscheidend ist,
- wie du dein Holz in 7 einfachen Schritten optimal trocknest,
- welche Fehler du vermeiden solltest,
- und welche Holzarten den besten Heizwert liefern.
Grundlagen: Brennholz & Heizwert erklärt
Das musst du über Holzarten, Feuchtigkeit & Heizleistung wissen
Warum Brennholz trocknen?
- Trockenes Holz = mehr Wärme, weniger Verbrauch.
- Feuchtes Holz = halbierter Heizwert, mehr Rauch & Schadstoffe.
- Gesetzlich vorgeschrieben: Holzfeuchte < 25 % (optimal: < 20 %).
Holzarten im Vergleich:
- Buche & Eiche: hoher Heizwert, lange Brenndauer, trocknen aber langsamer.
- Fichte & Kiefer: schnell trocken, perfekt fürs Anfeuern, aber kürzere Glut.
- Birke: schönes Flammenbild, mittlerer Heizwert.
In 7 einfachen Schritten zum perfekt getrockneten Feuerholz
1. Holz rechtzeitig schlagen – der ideale Zeitpunkt
Idealer Zeitpunkt: Winter bis Frühjahr, wenn der Wassergehalt im Holz niedrig ist.
2. Holz spalten statt lagern – schneller trocknen durch größere Oberfläche
Je kleiner die Scheite, desto schneller trocknet das Holz – aber nicht zu dünn, sonst brennen sie zu schnell ab.
3. Der perfekte Lagerplatz für dein Brennholz
- sonnig, luftig und trocken
- Abstand zum Boden (z. B. Paletten)
- nicht direkt an der Hauswand → Schimmelgefahr
4. Richtig stapeln: So bleibt dein Holz stabil & gut belüftet
- Scheite versetzt stapeln, damit Luft zirkulieren kann
- Holzscheite mit Rinde nach unten legen
- stapelstabile Form wählen
5. Schutz vor Regen: Holz richtig abdecken
- nur die Oberseite schützen (Plane, Wellblech, Holzunterstand)
- Seiten offen lassen → Durchlüftung ist entscheidend
6. Die richtige Trocknungszeit für Hartholz und Weichholz
- Weichholz: ca. 1 Jahr
- Hartholz: 2–3 Jahre
7. Feuchtigkeit messen – wann dein Holz wirklich ofenfertig ist
Mit einem Holzfeuchtemessgerät prüfen. Nur Holz unter 20 % Feuchtigkeit verbrennt effizient.
Typische Fehler beim Holzlagern vermeiden
Diese Fehler kosten Heizwert und solltest du unbedingt vermeiden
- ❌ Holz komplett mit Folie abdecken → Schimmelgefahr
- ❌ Brennholz auf blankem Boden lagern → Feuchtigkeit zieht hoch
- ❌ Zu eng stapeln → kein Luftaustausch → längere Trocknungszeit
👉 Tipp: Stelle dein Brennholz immer etwas erhöht auf und lass die Seiten frei – so beschleunigst du die Trocknung und erhöhst den Heizwert.
Empfehlungen für maximalen Heizwert
Unsere Tipps zu Holzarten, Heizwerten & praktischem Zubehör
Paletten oder Holzunterstände für luftige Lagerung
Holzarten mit hohem Heizwert:
- Buche (gleichmäßige Glut, ideale Kaminwärme)
- Eiche (lange Brenndauer, perfekt für Dauerbrandöfen)
- Birke (schöne Flamme, angenehmer Duft)
Nützliche Helfer:
- Holzspalter für einfaches Spalten
- Feuchtemessgerät für exakte Kontrolle
| Holzart | Heizwert (kWh/RM) | Trocknungszeit | Besonderheiten |
| Buche | ca. 2.100 | 2–3 Jahre | gleichmäßige Wärme, ideal für Kaminöfen |
| Eiche | ca. 2.100 | 2–3 Jahre | lange Glutdauer, sehr energiereich |
| Birke | ca. 1.900 | 1–2 Jahre | schönes Flammenbild, aromatischer Geruch |
| Fichte | ca. 1.500 | 1 Jahr | leicht, schnell trocken, ideal zum Anzünden |
Fazit
Mit trockenem Brennholz mehr Wärme, weniger Kosten und ein gutes Gefühl
Wenn du dein Brennholz richtig lagerst und trocknest, sparst du nicht nur Heizkosten, sondern schonst auch deine Heizanlage und die Umwelt.
👉 Jetzt starten: Lege dir dein Brennholz rechtzeitig für die nächste Saison an – so genießt du jederzeit maximale Wärme und ein gemütliches Kaminfeuer.